Der Fahrradbeauftragte und seine Baustellen
Zeichen 237 - Radweg
Zeichen 1012-32 – Hinweis Radfahrer absteigen
Ein benutzungspflichtiger Radweg, auf dem man lieber absteigen sollte. Diese Baustellenbeschilderung entdeckte ich Ende November 2007 Olpener Straße/Ecke Frankfurter Straße. Leider sind diese ordnungswidrigen Baustellenabsicherungen in Köln die Regel.
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Oben Rechts: Messe-Kreisel, Deutz
Unten Links: Rösrather Straße, Höhe Neubrück
Nachdem ich im letzten Jahr feststellen musste, dass ich die Deutzer Messe zur IFMA!!! (Kölner Fahrradmesse) im September 2007 nicht legal mit dem Fahrrad erreichen konnte - die Verkehrsführung der Baustelle am Deutzer Messe-Kreisel schloss Fahrradfahrer aus - habe ich mich an den Fahrradbeauftragten der Stadt Köln gewandt.
In zwei weiteren Fällen habe ich versucht, ähnliche Vergehen und Versäumnisse bei ihm anzuzeigen. Davon wurden zwei Vergehen immerhin an die entsprechenden Kollegen weitergeleitet und leider jedoch ausgesessen. Mündliche Nachfragen von mir wurden abgewiegelt. Weder sind die verantwortlichen Baustellenbetreiber sanktioniert worden noch hat sich die Situation bis Bauende an den entsprechenden Stellen positiv verändert. Der Messe-Kreisel war bis Januar 2008 für Radfahrer teilweise gesperrt. Einem Vergehen ist man gar nicht nachgegangen.
Dem Fahrradbeauftragten sind die Missstände, vor allem aber die möglichen Abhilfen bekannt, schließlich lässt er auf seinen Veranstaltungen Broschüren zur Baustellenabsicherung im Bereich von Geh- und Radwegen, herausgegeben vom Arbeitskreis fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise, verteilen. Dort wird der Umgang mit Baustellen und der entsprechenden Verkehrsregelung ausführlich geschildert.
Sogar die Begehung einer Baustelle in der Nähe einer Veranstaltung von Velo2010 vor der Universität, hier wurde der Radweg gesperrt, wurde von den Kollegen des Fahrradbeauftragten (wohlgemerkt vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik) mit den Worten, das sei doch nur eine Tagesbaustelle, bagatellisiert und gebilligt. Dass dort unzählige Studenten auf dem Weg zur Universität behindert und gefährdet wurden, ist wohl zweitrangig. Das Zynische daran: Gleichzeitig, eben nur 100 Meter entfernt, wirbt das Amt für Straßen und Verkehrstechnik im Rahmen der genannten Velo2010 Veranstaltung für mehr Sicherheit im Radverkehr. Was für eine Heuchelei!
Jedenfalls ist mir unverständlich, warum die Stadt Köln so verantwortungslos und fahrlässig mit den Belangen von Radfahrern umgeht. Geht es in diesem Fall doch lediglich darum, das Fehlverhalten der Baustellenbetreiber zu unterbinden und zu sanktionieren. Damit wäre schon viel für Sicherheit und Komfort im Radverkehr getan!
